Das Thurhochwasser von 2013

So ein Hochwasser nimmt mich mit. Ich habe in den 80er und 90er Jahren einige miterlebt. Ich erinnere mich an jene Tage, wenn ich mit meinem Vater nach Frauenfeld, über die Rorerbrücke gefahren bin. Die Thur, gemeinsam mit ihrer Schwester, der Murg, überfluteten die Ebene. Wir hielten an, mit anderen Nachbarn und schauten zu, wie mit dem Helikopter Schafe und Kühe gerettet wurden. Für die einen war es ein Volksfest. Mein Vater und ich jedoch standen getroffen da. Die Zerstörungswut des Wasser ging mir tief.

Das Getöse, diesen unglaublichen Lärm habe ich nie vergessen. Er hat mich sehr berührt. Gestern habe ich es wieder gehört. Die Thur ist kein gezähmtes Bächlein. Bei Hochwasser verwandelt sie sich in eine todbringende Brühe. Sie reisst alles und jeden mit. Doch seit den 90er Jahren wurden eine ganze Menge von Massnahmen eingeleitet, um die Fluten einzudämmen und der Thur ihre Freiheit wieder zu geben.

Im Thurgau fand, gerade nach den grossen Überschwemmungen Ende der 70er Jahre ein Umdenken statt. Das Ergebnis war die grosse Thurkorrektion. Es begeistert mich heute noch beim Wandern auf dem Thurweg, dass so der Thur wieder mehr Raum gegeben wurde und die Natur sich ihren Teil zurückholt. Allerdings ist der Prozess nicht abgeschlossen. Neue Probleme stellen sich und die lassen sich wohl nicht einfach politisch lösen.

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